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GC und der FCZ arbeiten zusammen

Freitag, 27. Oktober 2017 / 13:35 Uhr

Die beiden Zürcher Fussballklubs FCZ und GC spannen zusammen und wollen zur Vermeidung von Gewalttaten eine gemeinsame Expertengruppe ins Leben rufen.

GC und der FCZ spannen zusammen.

Damit reagieren die Vereine auf die jüngsten Vorfalle beim Derby vor Wochenfrist, wo es rund um das Spiel erneut zu Gewaltakten gekommen ist. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von beiden Vereinen wird in Kürze ein Gremium aus Experten und Clubvertreten nominieren, um Vorschläge zu erarbeiten. Nach ersten Abklärungen wird auch die Swiss Football League (SFL) einen Experten für die GC/FCZ-Fachgruppe zur Verfügung stellen.

Die Präsidenten und CEOs von FCZ und GC betonen, dass man seit mehreren Jahren in engem Kontakt mit der Polizei und den Behörden steht und diese mit konkreter Fanarbeit und der Beteiligung an sozialen Programmen im Fussball unterstützt. Es wird festgestellt, dass sich die Gewalttaten immer mehr auf Standorte weit ausserhalb des Stadions verlagern.

Die Zürcher Klubs halten dazu fest: «Gewalt im öffentlichen Raum ist ein negatives gesellschaftliches Problemfeld und betrifft nicht nur die Fussball-Clubs, sondern die gesamte Bevölkerung. Die Praxis zeigt auf, dass die Clubs im Bereich der rechtlichen Bearbeitung von Ausschreitungen, Vandalismus und Gewalt rund um Fussballspiele, kaum Einfluss auf Politik und Gesetzgebung haben. Die Vereine müssen sich demzufolge in diesem Bereich ganz auf die Behörden bzw. die politischen Massnahmen abstützen können.»

Die Bestrebungen von GC und FCZ in der Fan-Arbeit würden aufzeigen, dass dank vieler stetiger Massnahmen und einem aktiven Dialog mit den Fans bereits viele Erfolge im Stadion erzielt werden konnten. FCZ-Präsident Ancillo Canepa hält fest: «Die überwältigende Mehrheit der Fussballfans kommen Spiel für Spiel friedlich und gut gelaunt mit der ganzen Familie ins Stadion. Es sind nur ganz wenige gewaltbereite Vandalen, welche diese positive Atmosphäre zerstören wollen.»

GC-Präsident Stephan Anliker ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden muss: «Wir wollen uns ganz spezifisch im Bereich Prävention und Fanarbeit nochmals verbessern. Es soll unser konstruktiver Beitrag an einem gesellschaftlichen Problem sein.»
(psc/fussball.ch)