WM/EM-QUALI
Anzeige
Beckham stiess Deutschland in der 93. Minute vom Thron

Samstag, 6. Oktober 2001 / 18:39 Uhr

Gelsenkirchen - Fussball ist, wenn der Gegner spielt und Deutschland gewinnt. Diese etwas spöttische Definition des Fussballs wäre beinahe wieder bestätigt worden. Deutschland spielte gegen Finnland 0:0. Und England lag gegen Griechenland in der 90. Minute noch 1:2 hinten. Bis David Beckham kam und England an die WM schoss. Deutschland muss indes weiter bangen.

Die Bildzeitung hatte Otto Rehhagel, Trainer des griechischen Fussball-Nationalteams, ein Denkmal versprochen, wenn sein Team England Punkte abknüpfen und damit Deutschland an die WM bringen würde. Rehagel hielt Wort. Die Bildzeitung hatte In der Tat zeigte das Team von Rudi Völler zeitweise eine desolate Leistung. Das lag allerdings auch an den Finnen, die kämpferisch keine Wünsche offen liessen und den Deutschen kaum Raum für ein konstruktives Spiel liessen.
Dennoch hätten die Deutschen gewinnen müssen. Allein Oliver Bierhoff hatte drei dicke Chancen. Einmal schoss er allein vor dem Tor den finnischen Torhüter an.

Dennoch hätte es für Deutschland um ein Haar gereicht. Denn als das Spiel in Gelsenkirchen abgepfiffen wurde, stand es in England noch immer 1:2 für Griechenland - bis Beckham in der 93. Minute zum Freistoss antrat. Beckham zauberte das Ding aus 20 Metern in unnachahmlicher Manier über die griechische Mauer ins Lattenkreuz und versetzte die Briten in einen kollektiven Freudentaumel.
(ba/news.ch)