FC ZÜRICH
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FC Zürich im Abstiegskampf: Diese guten Vorsätze könnten den FCZ retten!

Samstag, 14. Januar 2023 / 13:16 Uhr
aktualisiert: 13:57 Uhr

Der FC Zürich ist eine traditionsreiche Mannschaft in der Schweiz, die schon erheblich bessere Zeiten gesehen hat. Aktuell steht der Club auf dem letzten Platz der Schweizer Super League und wird in der Rückrunde eine ausserordentliche Leistungssteigerung benötigen, um noch den rettenden neunten Tabellenplatz zu erreichen.

Der FC Zürich muss in der Rückrunde eine Aufholjagd starten.

Dabei wird der Club einige Dinge verändern müssen, denn es kann nicht so weitergehen wie in der Hinrunde. Die Zürcher haben die schwächste Heimmannschaft der Liga, was eines der Hauptprobleme der Hinrunde war. Allerdings begann die Mannschaft besser in Schuss zu kommen und dann kam die WM-Pause im ungünstigsten Moment. Nach 16 Spielen steht der Club nun mit lediglich 12 Punkten da und wird neben besseren Leistungen auch Glück wie im Casino brauchen, um den Abstieg noch zu vermeiden. Dennoch hat man das Schicksal noch in der eigenen Hand und muss sich nicht komplett auf das Glück verlassen, um aus der misslichen Situation zu entkommen.

Der Angriff ist das Sorgenkind des FC Zürich

In der Rückrunde der Super League müssen die Zürcher mehr Tore fabrizieren. In der Hinrunde gelangen in 16 Matches nur 13 Treffer, was bei Weitem nicht ausreicht, wenn noch Punkte geholt werden sollen. Dabei war Tosin Aiyegun aus dem Mittelfeld mit vier Toren aus dem Mittelfeld mit vier Toren der beste Torjäger der Zürcher, der vor den Stürmern rangiert. Man hat derzeit keinen überragenden Stürmer, der einfach auch konstant Tore produzieren kann. In der Winterpause kann dies das Hauptziel für einen Wintertransfer sein, denn der Angriff muss noch nachhaltig aufgewertet werden und das wird nur mit einem neuen Spieler wirklich gelingen können.

Jonathan Okita, ebenfalls Mittelfeldspieler, liegt mit drei Toren hinter Aiyegun auf dem zweiten Platz der Torschützenliste vereinsintern. In den Testspielen während der WM konnte Okita treffen und mit Bohdan Viunnyk aus der Ukraine wurde ein Stürmer gefunden, der tatsächlich beim 2:1 gegen Dornbirn auch einen Treffer beisteuern konnte. Die Zürcher brauchen hier noch eine weitere Lösung, denn Stürmer-Tore waren ein zu rares Gut und sie werden in der frühzeitig am 21.01.2023 beginnenden Rückrunde sofort in der Offensive mehr Power benötigen. Der Markt wird aktuell in Zürich schon sondiert.

Totale Konzentration auf die Super League

Der FC Zürich spielte wegen der starken vorigen Saison auch noch in der Europa League, hatte dort aber in der Gruppenphase keine Chance und schied als Letzter in Gruppe A aus. Diese Matches nahmen der Mannschaft aber viel Aufmerksamkeit weg und die Rückrunde soll diese Nebengeräusche nun nicht mehr haben. Die Mannschaft muss nicht mehr zweigleisig fahren und kann sich jetzt auf die Super League konzentrieren , was eine Leistungssteigerung bringen sollte. Generell muss ein neues Wir-Gefühl im Club entstehen, um schnell Erfolge einfahren zu können. Die Zürcher wollen nicht lange damit warten, den FC Winterthur einzuholen, der aktuell noch vier Punkte Vorsprung aufweist. Je länger es dauert, desto mehr Druck gibt es für die Zürcher.

Die Abwehr war der stärkste Mannschaftsteil des Clubs und diese Stärke wollen die Zürcher in der Rückrunde noch ausbauen. Gerade in den Matches gegen die stärkeren Mannschaften schwächelt die Hintermannschaft dann doch das eine oder andere Mal und hier muss noch mehr Stabilität entstehen. Aber in der Hinrunde konnte der Club in diesem Mannschaftsteil bereits mit dem Mittelfeld der Tabelle mithalten. Nikola Katic, der von den Glasgow Rangers geholt wurde, ist ein zentraler Bestandteil dieser Defensive und um ihn herum muss die Abwehrarbeit zum Teil noch konsequenter werden.

Die Vorbereitungen auf die Rückrunde laufen bereits im Januar

Auch wenn der Januar normalerweise keine Zeit ist, in der man in der Schweiz an Fussballspielen denkt, so muss diesmal durch die Winter-WM in Katar nun umgedacht werden. Die Zürcher hatten im Dezember bereits zwei Freundschaftsspiele angesetzt und werden jetzt am 07. Januar wieder in das Spielgeschäft einsteigen, wenn die Mannschaft aus Cluj (Rumänien) als Gegner aufgerufen wird. Gegen die Bundesligamannschaft von Schalke 04 wird dann ein echter Härtetest gespielt, nachdem der Club bereit sein soll für die schweren Super League-Matches, die dann gleich zu Beginn anstehen. Mit Luzern und St. Gallen stehen zwei Mannschaften als Gegner am Anfang, die nicht einfach zu bespielen sind, aber an denen sich die Zürcher messen wollen. Danach kommen die bedeutungsvollen Matches gegen Sion und Winterthur, also gegen die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller. Hier müssen sechs Punkte eingefahren werden und dann ist sehr wahrscheinlich, dass der FCZ schnell wieder den Anschluss gefunden haben wird. Das Programm meint es also gut mit den Zürichern, denn ein frühzeitiges Match mit den Young Boys bleibt zunächst aus und so haben es die Spieler selbst in der Hand, schnell für eine Verbesserung der Lage zu sorgen.

Was muss in Zürich passieren, damit der Abstieg kein Thema der ersten Jahreshälfte 2023 bleibt?

In Zürich muss zunächst Ruhe bewahrt werden. Panik und Kurzschlussreaktionen bringen in der Regel nichts ein und sind eher kontraproduktiv. Die Mannschaft muss nun die gesamte Konzentration auf den Wiederbeginn im Januar richten und sich akribisch vorbereiten. Es gibt keinen Grund, warum der FCZ nicht aus dieser misslichen Lage wieder herausfinden könnte. Die mannschaftliche Geschlossenheit muss intakt bleiben und auch der Club muss mit den Offiziellen hinter der Mannschaft stehen und sie stärken. Bleibt dies aus, wird es eine harte Rückrunde. Zürich braucht dazu auch noch neues Spielermaterial, das die Mannschaft punktuell noch einmal verstärken kann. Vynniuk war nicht die erhoffte Verstärkung im Sturm und braucht vielleicht noch Zeit. Diese haben die Zürcher aber nicht. Sie brauchen einen Stossstürmer mit Torgarantie jetzt in der Winterpause, der gleich am 21.01.2023 zur Verfügung steht und produzieren kann. Auch im defensiven Mittelfeld oder auf den Aussenverteidigerpositionen könnte der Mannschaft ein Upgrade guttun. Es muss aber abgewartet werden, was auch in finanzieller Hinsicht möglich ist und was der Markt im Winter hergibt. Die Suche läuft bereits auf Hochtouren.

Fazit zur Rückrunde des FC Zürich in der aktuellen Saison

Die Zürcher brauchen Erfolgserlebnisse, die schnell ein positives Umfeld entstehen lassen. Daher ist der Start der Rückrunde im Januar ein wirklich entscheidender Zeitpunkt für den Saisonverlauf. Winterthur kann noch erreicht werden, aber der Anschluss auf Platz 8 würde bedeuten, dass die Saison sogar noch positiv ausgehen könnte.(sas/fussball.ch)