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Fussball: Juristisches Nachspiel bei Kaiserslautern

Dienstag, 5. November 2002 / 23:29 Uhr

(Si/dpa) Die Mitgliederversammlung von Kaiserslautern hat dem bisherigen Aufsichtsrat und Vorstand mit überwältigender Mehrheit die Entlastung versagt. Dagegen wurde René C. Jäggi als "Retter in der Not" mit Riesenapplaus begrüsst.

René Jäggi: Vertrauen bei den Mitgliedern des 1.FC Kaiserslautern

Mit ihrer "Roten "Karte" quittierten die über 2000 Mitglieder des pfälzischen Clubs die vielen Ungereimtheiten in der wochenlangen Führungs- und Finanzkrise und hielten mit diesem einmaligen Vorgang den Weg für Regressansprüche für die Misswirtschaft offen. Für drei Personen wird es ein juristisches Nachspiel geben. Der am Montagabend formal zurückgetretene Aufsichtsrat beschloss als letzte Amtshandlung eine Anzeige gegen seinen ehemaligen Aufsichtsrats-Vorsitzenden Robert Wieschemann, den zurückgetretenen Vorstandschef Jürgen Friedrich und das abberufene Vorstandsmitglied Gerhard Herzog.

Dem Aufsichtsrat wurde vorgeworfen, seinen Kontrollpflichten nicht nachgekommen zu sein - der Vorstand soll andererseits eigenmächtig am Aufsichtsrat vorbei gearbeitet haben. Mit Riesenapplaus wurde dagegen der designierte neue Vorstands-Vorsitzende René C. Jäggi begrüsst, in dem die Versammlungsteilnehmer wohl den grossen "Retter in der Not" sahen. Die Wahl des neuen siebenköpfigen Aufsichtsrats zögerte sich bis zum frühen Mittwochmorgen hin. (fest/sda)