FC THUN
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Fussball-Nati, FC Thun oder Unihockey-Frauen

Donnerstag, 8. Dezember 2005 / 10:40 Uhr
aktualisiert: 11:11 Uhr

Die Fussball-Nationalmannschaft, der FC Thun und das Unihockey-Nationalteam der Frauen stehen in der engsten Wahl zum Schweizer Team des Jahres 2005.

Die Schweizer Unihockey Frauen jubeln mit der Goldmedaille in Singapur.

Der Sieger wird an der Fernsehgala «Credit Suisse Sports Awards» am Samstag, 17. Dezember, erkoren. Das TV-Publikum kann bei der Team-Wahl per TED-Abstimmung (ab 20.05 Uhr auf SF1, TSR2, TSI2) mitentscheiden -- wie auch bei der Wahl der Einzelsportlerin und des Einzelsportlers, bei der es um die Nachfolge von Karin Thürig und Roger Federer geht.

Dies sind die aus der Abstimmung durch die Schweizer Sportjournalisten hervorgegangenen Nominationen für die Wahl zum Team des Jahres 2005:

Fussball-Nationalmannschaft
Die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland löste im ganzen Land eine Welle der Begeisterung und des Hochgefühls aus. Und dies zu Recht. In der schwierigen Gruppe mit Frankreich, Irland und Israel blieb die Mannschaft in allen zehn Partien ungeschlagen. Das rot-weisse Fahnenmeer am Barrage-Hinspiel gegen die Türkei im Stade de Suisse in Bern wird ein prägendes Bild der Schweizer Sportgeschichte bleiben. Von Köbi Kuhns Besonnenheit geleitet, haben die wackeren Schweizer auch das Rückspiel in der «Hölle von Istanbul» überstanden.

FC Thun
Ein Budget, das ungefähr hundert Mal kleiner ist als das von Real Madrid, hat für den FC Thun ausgereicht, um ein Sportmärchen zu schreiben. Die Berner Oberländer stachen den renommierten Champions-League-Dauergast Dynamo Kiew aus und weckten mit einem Schlag das Interesse in ganz Europa. Auch vom Traditionsklub Malmö liessen sie sich nicht vom Weg abbringen. In der Champions League selber sorgte die Mannschaft von Trainer Urs Schönenberger mit dem Heimsieg gegen Sparta Prag für weiteres Aufsehen, besonders aber mit den Leistungen gegen den Topklub Arsenal. In London fehlten wenige Sekunden zu einem Punktgewinn, und im Rückspiel wurden die Thuner nur durch krasse Fehlentscheide des Schiedsrichters um den Lohn gebracht.

Unihockey-Nationalteam der Frauen
Unihockey, der boomende Sport, der in den Schweizer Hallen mittlerweile Zuschauer in vierstelliger Zahl anlockt, ist international weitgehend eine Angelegenheit unter nordischen Ländern und der Schweiz. Anfang Juni in Singapur gewannen die Schweizerinnen zum ersten Mal und als erstes Team ausserhalb Nordeuropas den Weltmeistertitel. Mit dem 4:3-Sieg im Final gegen Finnland revanchierten sich die von Felix Coray gecoachten Schweizerinnen für die Endspiel-Niederlage von 1999 gegen denselben Gegner. Die Basis zum viel beachteten Triumph legten die Schweizerinnen mit dem in dieser Höhe überraschenden 5:1-Sieg im Halbfinal gegen Norwegen.

Kuhn und Schönenberger auch in der Trainerwahl

Mit den grossen Erfolgen ihrer Mannschaften stehen auch Köbi Kuhn und Urs Schönenberger im Rampenlicht. Beide erscheinen in der engsten Wahl zum Schweizer Trainer des Jahres; ebenfalls nominiert ist Peter Grütter, der langjährige Coach des Eiskunstlauf-Weltmeisters Stéphane Lambiel. Die Wahl zum Behindertensportler des Jahres entscheidet sich zwischen Edith Hunkeler, Heinz Frei und Marcel Hug, der sich 2004 als Newcomer des Jahres hatte feiern lassen. Sowohl der Trainer als auch der Behindertensportler des Jahres werden ebenfalls im Rahmen der «Credit Suisse Sports Awards 2005» ausgezeichnet.

(ht/sda)