FUSSBALL
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Fussball: Sturm Graz buhlt um Charles Amoah

Mittwoch, 3. Januar 2001 / 19:18 Uhr

St. Gallen - Der österreichische Champions-League-Teilnehmer Sturm Graz buhlt weiter heftig um St. Gallens Torschützenkönig Charles Amoah. Allerdings liegen die Vorstellungen über eine Ablösesumme für den Afrikaner, der vertraglich bis Sommer 2002 an die Ostschweizer gebunden ist, noch beträchtlich auseinander.

Die private Besitzergruppe des Ghanaers verlangt rund acht Millionen Franken, Sturm hat bisher fünf Millionen geboten.

Die Grazer qualifizierten sich letzten Sommer zum dritten Mal in Serie für die Champions League und scheffelten im Herbst Millionen, als sie sich völlig überraschend für die Zwischenrunde zu qualifizieren vermochten. Für den Endspurt in der österreichischen Meisterschaft, den das fünftplatzierte Sturm mit einem Rückstand von neun Punkten auf Spitzenreiter Rapid Wien in Angriff nimmt, wollen die Grazer nochmals aufrüsten.

Zum gestrigen Trainingsbeginn fanden sich mit -- dem auch von Basel und St. Gallen umworbenen -- Peter Hlinka und Vladimir Bednar zwei neuverpflichtete Slowaken und zwei Testspieler aus Kroatien ein. Obwohl bereits jetzt mehr als die maximal fünf erlaubten Nicht- EU-Ausländer im Kader figurieren, ist das Interesse der Österreicher an Amoah aber ungebrochen. Die finanziellen Vorstellungen der drei involvierten Parteien klaffen jedoch noch weit auseinander. Bei der Ablösesumme besteht noch eine Differenz von rund drei Millionen Franken. Zudem soll der 25-jährige Afrikaner, der zurzeit Heimaturlaub geniesst, mit dem bisherigen Lohn von 200 000 Franken nicht mehr einverstanden sein und fordere gemäss österreichischen Quellen neu eine halbe Million Franken.
(kil/sda)