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GC-Geschäftsführer Jimmy Berisha spricht über Pläne

Donnerstag, 16. April 2020 / 17:29 Uhr

Mit dem Einstieg der chinesischen Investoren in der vergangenen Woche wird bei GC ein neues Kapitel aufgeschlagen. Massgeblich modellieren wird dieses auch der neue Managing Director Jimmy Berisha. In einem Interview verrät der 38-Jährige, welche Pläne mit den Grasshoppers jetzt verfolgt werden.

Der neue GC-Geschäftsführer Jimmy Berisha hat grosse Pläne.

Der Einstieg der milliardenschweren neuen Besitzer aus China wird zweifellos einen Investitionsschub nach sich ziehen. Ähnlich wie es der Ehemann der neuen GC-Eigentümerin Jenny Wang bei Wolverhampton in England tat, soll auch sie und ihre Team GC in die nationale und später sogar internationale Elite führen. Das Ziel ist klar, wie Jimmy Berisha im Gespräch mit «Keystone-SDA» durchblicken lässt: «Der Aufstieg ist kurzfristig das oberste Ziel. Mittelfristig möchten wir uns in der Super League etablieren und uns Schritt für Schritt weiterentwickeln.» Und weiter: «Wir möchten GC wieder zu alter Stärke zurückbegleiten. Zu jener Stärke von 2003 mit dem letzten Meistertitel oder 2013 mit dem Cupsieg.»

Zeit ist zwar ein wichtiger Faktor, doch Berisha betont, dass sich die Investorin Jenny Wang «für ein langfristiges Engagement verpflichtet hat.»

Dabei wollen die Zürcher den Erfolg vor allem auch mit eigenen Talenten finden, wie der neue GC-Geschäftsführer erläutert: «Grosse Transferausgaben wollen wir uns nicht leisten. Wir wollen der GC-Linie treu bleiben und weiterhin eigene junge Spieler in unserem Campus ausbilden, die anschliessend vielleicht den Weg ins Ausland finden. Es ist jedoch nicht unbedingt unsere Absicht, die besten Spieler vor ihrem sportlichen Zenit wieder abzugeben.» Finanzielle Zwänge fallen weg, Spieler können also auch einmal länger gehalten werden und müssen nicht voreilig verkauft werden, um Defizite aufzufangen.

Wichtig ist es den neuen GC-Bossen vor allem auch, sofort alle ins Boot zu holen: «Alle sollen etwas davon haben: die Mitarbeiter, die Fans, die Spieler und auch die Inhaberschaft. Wir werden aber von den Grundsätzen, welche GC heute und auch in den letzten Jahren verkörpert hat, nicht abweichen.»

Ob der angepeilte Aufstieg bereits in dieser Saison realisiert werden kann, ist indes fraglich. Ob und wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, steht noch in den Sternen. Zudem ist wohl einzig eine Promotion über die Barrage oder allenfalls den grünen Tisch möglich. Der Platz des direkten Aufsteigers belegt Lausanne-Sport - und dies mit grossem Vorsprung.
(psc/fussball.ch)