PRIMERA DIVISION
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Raphael Wicky steht bei Atletico Madrid vor unsicherer Zukunft

Dienstag, 2. Oktober 2001 / 16:41 Uhr
aktualisiert: 17:58 Uhr

Madrid - Raphael Wicky steht beim spanischen Zweitdivisions-Verein Atletico Madrid vor einer ungewissen Zukunft. Der Walliser arbeitet zur Zeit in der spanischen Hauptstadt mit einem Physiotherapeuten auf ein mögliches Comeback nach seiner Meniskus-Operation hin.

Ob Wicky diese Saison indes bei Atletico bestreitet, weiss er selber nicht. Jedenfalls wurde Wicky vom Verein nicht als einer von drei spielberechtigten Nicht-EU-Ausländern beim spanischen Verband gemeldet. Dies bedeutet, dass der 24-jährige Mittelfeldspieler frühestens ab Weihnachten bei Atletico eingesetzt werden kann.

In der Segunda Division stellt der Verband pro Verein nur drei Ausländern aus nicht EU-Ländern eine Lizenz aus. Von den Nicht-EU- Ausländern im Kader von Atletico Madrid ist Wicky momentan nur die Nummer vier. Trainer Luis Aragones gab Torhüter Burgos (Arg) und Mittelfeldspieler Stankovic (Jug), die er von Mallorca mitnahm, sowie Verteidiger Mirsad Hibic (Bos) den Vorzug.

Eine Hintertür bleibt für Wicky dennoch offen. Die Madrilenen haben ihn als EU-Europäer nachgemeldet und hoffen darauf, dass der Verband dies aufgrund der diversen Verträge der Schweiz mit der EU akzeptiert. «Dann könnte ich vielleicht in zehn Tagen für Atletico mein Comeback geben, denn der Heilungsprozess im Knie verläuft sehr gut», ist Wicky optimistisch. Und wenn nicht? «In diesem Fall werde ich Verhandlungen mit anderen Vereinen aufnehmen. Aber erst, wenn ich voll einsatzfähig bin. Sonst habe ich wohl keine guten Argumente bei möglichen Interessenten.»
(kil/sda)