WM/EM-QUALI
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Schweden spielt an der WM - Holland nicht

Mittwoch, 5. September 2001 / 21:57 Uhr
aktualisiert: 23:10 Uhr

Istanbul - Schweden hat sich für die WM qualifiziert. Die Skandinavier siegten im Spitzenspiel in der Türkei 2:1. Auch Nachbar Dänemark hat einen vorentscheidenden Schritt zur Qualifikation getan. Gegen Bulgarien gewannen die Dänen auswärts 2:0. Portugal setzte sich auf Zypern 3:1 durch und übernahm wieder die Spitze der Gruppe 2. Damit ist Holland definitiv ausgeschieden.

Die zehnte WM-Qualifikation Schwedens kam in einer dramatischen Schlussphase in Istanbul zu Stande. Die Türkei führte durch den Treffer Hakan Sükürs 1:0 und wähnte sich bereits als Siegerin, ehe Henrik Larsson (87.) mit seinem siebten Treffer in der Qualifikation und Andreas Andersson (90.) die späte Wende schafften. Den Schweden gelang damit die Revanche für die Enttäuschungen in der EM-Qualifikation 1996 und in der Vorrunde der EM-Endrunde 2000, als sie jeweils an der Türkei scheiterten. Die Türken ihrerseits haben trotz der Niederlage den zweiten Platz und die damit verbundene Teilnahme an der Barrage gesichert.

Die Qualifikation Spaniens war nur eine Vollzugsmeldung. Die Iberer siegten in Vaduz gegen Liechtenstein glanzlos 2:0. Raul (19.) und Nadal (82.) hatten die Tore für die Spanier erzielt. Die ungeschlagenen Qualifikations-Könige aus Südeuropa sind somit zum elften Mal seit 1982 an einem grossen Turnier dabei. Gefehlt hat Spanien in dieser Zeit nur an der EM 1992. Lediglich Deutschland weist eine bessere Bilanz auf.

Den 2:0-Sieg der ungeschlagenen Dänen in Bulgarien stellte Tomasson mit einer Doublette nach der Pause sicher (47./90.). Der Stürmer von Feyenoord Rotterdam ebnete damit den Weg nach Südkorea und Japan. Im abschliessenden Spiel gegen Island kann Dänemark mit einem Heimsieg alles klar machen. Die punktgleichen Bulgarien und Tschechien (3:2 gegen Malta) kämpfen derweil am 6. Oktober in Prag wohl nur noch um den zweiten Platz.

Belgien sicherte sich durch das 2:0 gegen Schottland den zweiten Platz der Gruppe 6. Die Bundesliga-Spieler Van Kerckhoven (Schalke/28.) und Goor (Hertha Berlin/90.) waren für die Entscheidung besorgt. In der letzten Partie in Kroatien (4:0 in San Marino) genügt Belgien ein Unentschieden zum Gruppensieg und der sechsten WM-Qualifikation in Serie.

Portugal tat sich beim 3:1 auf Zypern lange Zeit schwer und lag zur Pause sogar im Rückstand. Doch der zur zweiten Halbzeit eingetretene Nuno Gomes leitete in der 48. Minute die Wende für die Lusitaner ein und glich aus. Gomes hatte bereits am vergangenen Samstag gegen Andorra bei seinem Teileinsatz vier Tore erzielt. Für die Entscheidung waren Girondins Bordeaux' Pauleta (65.) und Conceiçao (71.) innert sechs Minuten besorgt.

In der Gruppe 5 duellieren sich Weissrussland und die Ukraine im Gleichschritt um den zweiten Platz hinter den bereits qualifizierten Polen. Ukraine setzte sich gegen Armenien 3:0 durch, während Weissrussland den wenig ambitioniert angetretenen Polen mit dem 4:1 die erste Niederlage zufügte. Alle vier Tore der Weissrussen schoss Wasiljuk. Die Ukraine, die im letzten Spiel in Polen antritt, hat einen Punkt mehr als Weissrussland und damit die besseren Chancen auf die Barrage, in der sie wohl auf Deutschland treffen wird.

England löste die erste von zwei Pflichtaufgaben auf dem Weg zur WM ohne Bravour. Beim 2:0 gegen Albanien in Newcastle schossen die Liverpooler Owen (43.) und Fowler (88.) die Tore jeweils am Ende der beiden Halbzeiten. Ein Erfolg in der abschliessenden Begegnung zuhause gegen Griechenland dürfte zum Gruppensieg reichen. Deutschland das ebenfalls 16 Zähler aufweist, hat die um sechs Treffer schlechtere Tordifferenz und muss wahrscheinlich in die Barrage.

Völlig missglückt ist Otto Rehhagels Debüt als Nationalcoach Griechenlands. In Finnland verloren die Hellenen 1:5 und lagen dabei schon zur Pause 1:4 im Hintertreffen. Somit wird Griechenland, das mit Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen immerhin zwei Champions-League-Teilnehmer stellt, die Qualifikation der Gruppe 9 auf dem zweitletzten Platz beenden.
(sda)